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Zum Kickoffmeeting reisten Uta und Barbara nach CastellĂłn. Auf dem Programm stand die Besichtigung der UniversitĂ€t Jaume I und die Teilnahme an laufenden ICT-Kursen fĂŒr Senioren. Wie beim letzten Projekt stand auch hier das Kennenlernen der neuen und alten Partner im Mittelpunkt. Jede Institution stellte sich mit Informationen ĂŒber das eigene Land und die eigenen AktivitĂ€ten vor.

Wir von SLO kĂŒndigten ein Training fĂŒr interessierte Partner an, in dem kollaborative Programme im  damals noch neuen Web 2.0 ausprobiert und der Umgang damit eingeĂŒbt werden sollten. Der Begriff Web 2.0 war ĂŒbrigens Ende 2003, also fĂŒnf Jahre zuvor, erstmals in einer grĂ¶ĂŸeren Fachzeitschrift fĂŒr Manager benutzt worden (Quelle Wikipedia). Voraussetzung fĂŒr das Training bei SLO war die Nutzung von Skype, das ebenfalls 2003 eingefĂŒhrt und noch lange nicht so selbstverstĂ€ndlich war wie heute. SLO fĂŒhrte außerdem das Programm Mikogo ein, das 2007 gerade neu veröffentlicht worden war und noch nichts kostete. Man kann damit in einer grĂ¶ĂŸeren online arbeitenden Gruppe den Bildschirm teilen. Die Volkshochschulen von Sastamala und Evora richteten eigene Internetkurse fĂŒr Senioren ein. Die SeniorenuniversitĂ€t in CastellĂłn fĂŒhrte Anfang 2009 den ersten Teil eines Kurses zur Erstellung eines eigenen Wikis als Teil des Projektes durch. Ihr “WikiSenior” wurde im Mai desselben Jahres ins Netz gestellt und hat sich zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt, das immer noch aktuell ist.

Interessant waren auch die Ideen der UniversitĂ  delle LiberEtĂ  in Udine und der Volkshochschule in Sastamala, sie boten zusammen einen spanischen Sprachkurs ĂŒber das Internet an, an dem Lernende aus allen Partnerinstitutionen teilnehmen konnten.

Internationale Verabredungen und ein Wald im Café

von Barbara

Nicht nur wir flogen ĂŒber Barcelona nach Hause, auch die lettischen Teilnehmerinnen, unterbrachen die lange Reise in dieser pulsierenden Hafenstadt. Wir wussten voneinander und wollten uns natĂŒrlich auch treffen. Aber wo und wie? Unsere Verabredung war ganz einfach und altmodisch: Wir kommen alle um Mitternacht in die Mitte der zentralen Plaça de Catalunya. Der Platz ist in der Mitte sternförmig gepflastert, das Zentrum ist also gar nicht zu verfehlen und die schönen Brunnen am Rand sorgen mit ihren Wasserspielen dafĂŒr, dass einem das Warten nicht lang wird. Es hat prima geklappt und wir sind uns lachend in die Arme gefallen.

Vorher aber haben wir noch ein wenig auf eigene Faust Barcelona erkundet. Wir haben die ĂŒblichen Touristenziele abgeklappert, die Ramblas, die Kathedrale, die Altstadt und schließlich standen wir, schon mĂŒde, an einer Toreinfahrt mit dem Schild ‘“El Bosc de les fades”. “El bosc” ist der Wald und was sind “les fades”?

Aus der TĂŒr in einer Seitenwand der Einfahrt kamen Leute heraus, andere gingen hinein. Lass uns doch auch hineingehen! Gesagt getan, wir öffnen die TĂŒr und stehen in einem, ja was nun, einem Wald? Auf jeden Fall steht da ein alter knorriger Baum, an dem Laternen hĂ€ngen. Darunter sitzen Leute und trinken Kaffee, also ein CafĂ©! Wir suchen uns einen Platz im Gewimmel, man bestellt am Tresen, dann plötzlich wird es noch dunkler, es rauscht und Donnergetöse erschallt, ein Blitz leuchtet auf, wir sind mitten in einem kĂŒnstlichen Gewitter im Feenwald. Was fĂŒr ein Ort, um Kaffee zu trinken und sich von einem Stadtbummel zu erholen!

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