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Zum letzten Mal kamen wir kurz vor der Sommersonnenwende wieder in Finnland zusammen, diesmal aber nicht in Sastamala, sondern in Tiedetila, in Keuruu.

Im Laufe des Nachmittags und des Abends kamen alle Teilnehmer an und feierten Wiedersehen. Die Hütten und die Quartiere in Tiedetila und Umgebung wurden bezogen. Wir  – die deutschen Teilnehmer von SLO – wohnten zu fünft in einer Hütte direkt am See mit eigener Sauna (leider gab es nicht genug Zeit um sie auszuprobieren). Danach kamen alle zu dem Abendessen in Tiedetila zusammen, das Tuula vorbereitet hatte.

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Tuula beim gemeinsamen Abendessen (Foto Barbara Leisner)

Am nächsten Morgen wurden wir von Kari mit einem Computermännchen begrüßt, das über einen dunklem Hintergrund lief. Es war eine der ersten Computeranimationen und stammte aus dem Jahr 1978!

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Computermännchen (nicht das Original) ( Screenshot Uta Krope)

Die folgende Präsentation von Kari prägte die weiteren Diskussionen. Auf die generelle Frage, warum Senioren leicht zu handhabende Tablets oder Computer nutzen sollten, gab er die Antwort: wegen der Lebensqualität. Senioren vereinsamen oft. Computer können ihnen einen weiten Zugang zur Welt ermöglichen. Weniger Einsamkeit aber bedeutet höhere Lebensqualität, z. B. durch die Möglichkeit mit den Enkeln in der Ferne Kontakt aufzunehmen oder am Bildschirm einzukaufen.

Zum Abschluss tauschten sich die Teilnehmer noch einmal über ihre Erfahrungen in dem Projekt aus und dabei kam heraus, dass alle – jeder auf seine Weise und aufgrund seines vorherigen Kenntnisstandes – von dem gegenseitigen Austausch profitiert hatte. Kari berichtete zum Beispiel, wie er in den letzten Monaten das Projekt einer wöchentlichen “Computer- und Tabletklinik” durchgeführt und Internetprobleme gelöst hat, indem er über Mobiltelefone Verbindungen eingerichtet hat. Er plant für das neue Projekt ein Eröffnungsseminar mit dem Thema “kleine Computer” (Arduino, Raspberry Pi) und führt einen Computer vor, der aus Raspberry Pi, einer beweglichen Tastatur und einem gebrauchten Bildschirm besteht. Darauf läuft das Programm Open Office und der Preis der ganzen Anlage liegt bei ca. 100 Euro.

 

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Raspberry Pi (Foto Horst Sievert)

Zum Schluss dieser Sitzung gab uns Tuula einige praktische Hinweise und bat darum, nie allein in den Wald zu gehen. Erst später, als die Berliner Teilnehmer auf der Straße Bären sahen, begriff ich, dass das eine ernsthafte Warnung war. Noch vor dem Mittagessen führte sie uns durch den Wald direkt gegenüber von Tiedetila. Gummistiefel waren ein Muss. Gleich am Anfang flog eine Vogelmutter aufgeregt vor uns hin und her. Fast wären wir  über eines ihrer Küken gestolpert. Tuula wies uns auf die Pflanzen und Flechten hin, denn wir gingen über eine Art Hochmoor, das mit nassen Stellen und Gräben durchzogen war.

Das Mittagessen haben wir an allen Tagen gemeinsam im Speiseraum von Tiedetila eingenommen. Die Tische waren schön gedeckt und es gab leckeren Eintopf, tolles selbstgebackenes Brot, frischen Salat und Nachspeisen mit selbst gesammelten Blaubeeren, von Tuula und Marjatta zubereitet.

Der Nachmittag war der Frage gewidmet: “Was haben wir im Projektantrag versprochen und was davon haben wir erfüllt?” Der Reihe nach wurden die Punkte des Antrags (G 2 Workprogramm) durchgegangen. Wer darüber mehr lesen will, findet die Details hier. Für den späten Nachmittag stand in Tiedetila der Besuch von “Kari’s Spielplatz” auf dem Programm. Und dieser Tag hatte noch weitere Überraschungen. Wir fuhren zu einem Restaurant an einer Bahnstrecke, der kleine verlassene Bahnhof war einst die Kontrollstation der Russen gewesen, wo wir ein  für uns sehr ungewöhnliches  Essen serviert bekamen.

Auch weiterhin wechselten sich die Arbeitsphasen mit Ausflügen ab. So stellte Kari am folgenden Tag seine Motivationsstudie vor und danach fand eine Wanderung entlang des “Alten Waldes” zu einer kleinen hölzernen Wassermühle statt, die ganz einsam gelegen ist.

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Die alte Wassermühle (Foto Barbara Leisner

Das Wetter war feuchter und kälter geworden als am ersten Tag, um so eindrucksvoller waren die dicht stehenden alten Fichten mit ihren Bartflechten, die sehr empfindlich auf schlechte Luftverhältnisse reagieren und schon ausgestorben waren, nun aber wieder zu wachsen anfangen. Wer Spuren lesen konnte, sah auch den Kot eines Auerhahns und die Hinterlassenschaften von Elchen auf dem eingewachsenen Weg.

Nach dem gemeinsamen Essen fand der Workshop “Wie lehrt man Senioren die Nutzung mobiler Computer?” statt, in dem der Reichtum an Erfahrungen in den einzelnen Teilnehmerorganisationen noch einmal zum Tragen kam. Spannend war die folgende Diskussion, in der die Ideen zu einem neuen Projekt im Mittelpunkt standen.

Am Nachmittag luden uns dann Pirkko und Reijo ein, ihr neues Haus zu besichtigen. So lernten wir die finnische Lebensweise noch einmal ganz neu kennen und staunten besonders über die halb im Boden vergrabene Lappenhütte, in der wir uns später noch einmal zum Grillen trafen. Es war ein sehr gemütlicher Nachmittag, denn in einer solchen Hütte kann man sowohl redend wie schweigend zusammen um das Feuer sitzen. Anschließend gingen wir noch einmal hinüber in das schöne Holzhaus unserer Gastgeber.

Am Abend fuhren wir zu einem besonders eindrucksvollen Gebäude, der bestimmt einsamsten Bibliothek der Welt! Am letzten Tag versammelten wir uns nach dem gemeinsamen Frühstück zu einer Führung durch Karis Computermuseum und danach gaben Kari und Tuula – ein letztes Mal – die Teilnahmebescheinigungen aus,  wie immer in fröhlicher Atmosphäre. Da insgesamt die Atmosphäre der letzten Treffen ausgesprochen warm und herzlich war, fiel uns allen der nun folgende Abschied nicht leicht!

Tiedetila oder eine Wissenschaftsfarm mitten im Wald

von Karl und Barbara

Tiedetila liegt in einer dünn besiedelten Gegend mitten im Wald und  mindestens im Umkreis von fünf  Kilometern gibt es kein anderes Haus. Kommt man auf der befestigten Bundesstraße, so muss man Acht geben, dass man den einen kleinen Wegweiser nicht übersieht, an dem man nach Tiedetila abbiegen muss. Danach fährt man 5 Kilometer auf Sandwegen, bis man die gelben Holzgebäude der “Wissenschaftsfarm” sieht, wie die Übersetzung von Tiedetila lautet. Die Gebäude gehören zu einer ehemaligen Schule. Ihr Hauptgebäude ist groß genug für einen Konferenzraum, der mit allen notwendigen Geräten ausgestattet ist und über einen leistungsstarken Internetzugang verfügt, was man in dieser menschenarmen Gegend nicht vermutet hätte. Dazu gibt es noch Räume, in denen man übernachten kann, eine Küche und einen Speiseraum, so dass auch für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt ist. In den Klassenzimmern des Nebengebäudes stehen jetzt Computer – und wenn Kari durch seine Sammlung führt, dann wird einem die ganze Computergeschichte und ihre rasante Entwicklung anschaulich vor Augen geführt. Denn es sind dort nicht nur Computer, sondern auch Speichermedien, Tastaturen, Bildschirme, Mäuse und sonstiges Zubehör versammelt.

Kari, der zu jedem Computer erzählen kann, wo er herkommt, wie und wann er gebaut wurde und was er kann, ist mit seinem Museum inzwischen in Finnland so bekannt, dass er gefragt wird, wenn eine Firma ihre Computer ausmustert, ob er einen für seine Sammlung haben will. Dazu gibt es noch eine Bibliothek, wo finnische Leser alles finden können, was zum Thema Computer gedruckt worden ist. Aber Karis Thema ist nicht nur die Computergeschichte,  auf der Wissenschaftsfarm führte er uns auch seinen neuen 3D-Drucker vor, der zwar auch einmal Plastikfadensalat herstellte – ein Update verursachte ihn – sondern vor unseren Augen dreidimensionale blaue und weiße Plastik-Trillerpfeifen ausdruckte.

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PC und 3D Drucker (Foto Uta Krope)

Karis 3D-Drucker läuft unter Windows XP, ein Update brachte letztens alles durcheinander!! Mit der Trillerpfeife, die Kari für uns ausgedruckt hat, kann man richtig laut pfeifen!

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Trillerpfeife aus dem 3D Drucker (Foto Uta Krope)

Neben der Technik gibt es auf der Science-Farm noch eine zweite Spezialität: Karis Frau Tuula ist für die biologische Seite zuständig. Zusammen experimentieren sie mit allen möglichen Systemen und ziehen z. B. Pflanzen wie Erdbeeren nur mit Nährlösung auf. Tuula führt auch die Besucher in den nahe gelegenen Wald und erklärt die Besonderheiten der finnischen Natur.

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Erdbeeren von der Science-Farm (Foto: Tuula Kotiranta)

 

 

Karis Spielplatz

von Barbara

Der Besuch von “Kari’s Spielplatz” als Programmpunkt hatte mich schon sehr neugierig gemacht. Was sollte man darunter verstehen? Die Fahrt ging durch die finnische Landschaft zu einem Wald. Mitten zwischen den Bäumen lag eine einsame Holzkirche. Kari erzählte uns, dass sie im 18. Jahrhundert von den umliegenden Höfen errichtet worden war, obwohl diese nicht die Erlaubnis hatten, eine eigene Kirche zu bauen. Kari hat dort als Kind gespielt und wohl auch einmal mitten in der Nacht die Glocken geläutet, wie Tuula erzählte.

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Die unerlaubt gebaute Kirche im Wald (Foto Barbara Leisner)

Auf jedem Fall gehört ihm diese Kirche und er muss für dieses historische Kulturerbe sorgen. Sicher keine leichte Aufgabe! Für uns hatten Kari und Tuula eine besondere Überraschung vorbereitet: Sie baten uns in den Innenraum und, noch während wir dort eintraten, begann das Harmonium zu spielen. Nach und nach standen – wie bei einem Flashmob – einzelne Sänger und Sängerinnen auf und gingen nach vorn. Sie hatten verteilt in den Kirchenbänken gesessen und waren uns gar nicht aufgefallen. Für uns sangen sie das in Finnland bekannte Lied  “Maa on niin kaunis – The world is so beautiful”. In diesem alten Kirchenraum war es ein wirklich bewegender Moment!

Bären

von Barbara

Am ersten Tag unseres europäischen Treffens in Tiedetila hatte uns unsere Gastgeberin Tuula davor gewarnt, allein in die Natur zu gehen. Sie hatte ganz locker davon erzählt, dass manchmal Bären im Wald waren. Sie selbst trage am liebsten leuchtende Farben, wenn sie in den Wald gehe. Aber sie sei der Ansicht, wenn sie sich nicht um die Bären kümmere, würden diese sich auch nicht um sie kümmern. Danach waren Bären erst einmal kein Thema mehr.

Dann fuhren wir zu diesem Restaurant an der Bahnstrecke. Kari erzählte uns, dass der kleine verlassene und langsam verfallende Bahnhof einst die Kontrollstation der Russen gewesen war. Neben dem Bahnhof stand ein Holzhaus. Wir wurden in einen hellen, freundlichen Raum eingeladen, in dem für uns schon die Tische gedeckt und mit grünen Ranken geschmückt waren.

Teller mit Bärenfleisch wurden serviert. Das Fleisch war in kleine Würfel geschnitten, es wurde mit Respekt betrachtet und mit Andacht gegessen – nun ja, nicht von allen, manchen war es unangenehm an den Bären zu denken, der dafür erlegt worden war. Alle anderen aber erhielten im Anschluss sogar ein Zertifikat darüber, dass sie Bärenfleisch gekostet hatten!

Es schmeckte übrigens etwas herber und fester als Rindfleisch, fand ich, mit einer leichten “Note” von Wild, wie der Fachmann vielleicht sagen würde. Der folgende Eintopf mit Elchfleisch schmeckte übrigens ebenfalls lecker und etwas anders als gewohnt. Dazu wurde Saft aus in Wasser eingelegten Tannenspitzen gereicht, ein sehr frisches Getränk.

Doch das Thema Bären war damit nicht vom Tisch. Das folgende gemeinsame Frühstück wurde stark durch die Berichte der Berliner Partner belebt. Sie waren spät in der Nacht in ihre Hütte zurück gefahren und hatten Bären auf der Straße gesehen. André machte sehr sinnfällig klar, dass es sich dabei um einen weiblichen und einen männlichen Bären gehandelt haben muss.

Die Wildnisbibliothek

von Barbara

Das kann es nur in Finnland geben. Mitten im Wald, weit entfernt von anderen Häusern, geschweige denn Ortschaften, liegt die Wildnisbibliothek (auf Finnisch Korpikirjasto). Ilari Kotimäki, der Besitzer, er nennt sich übrigens selbst auf seiner Website “Chemiker” und “Dorftrottel”, erläuterte uns – übersetzt von Tuula und Kari – die Ideen, die zu dieser Bibliothek geführt haben. Er erzählte uns von seiner Kindheit, in der er abwechselnd mit seinem Bruder bei jedem Wetter in die entlegene Bibliothek laufen musste, um seinem Vater neue Bücher zum Lesen zu bringen, und wie er sich damals geschworen hatte, nie in seinem Leben ein Buch zu lesen. Lange hat er diesen Schwur gehalten. Aber dann hat ihn etwas zur Umkehr bewegt und nun leistet er sozusagen Abbitte und hat hunderte von Büchern gesammelt und ihnen ein zweistöckiges Holzhaus erbaut. Und das ist aber nicht alles. Der Ort soll in Zukunft zu einem Kulturzentrum werden,  wenn alles nach seinen Vorstellungen geht. Ein sehr schönes Café, natürlich auch ein Holzhaus, steht ganz in der Nähe der Büchersammlung und die Grundlagen zu dem schräg ansteigenden Gestühl eines zukünftigen Opernhauses sind auch schon zu erkennen. Allerdings scheint es da noch Probleme zu geben.

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IIari vor seinem Cafe und seiner Wildnisbibliothek (Foto Uta Krope)

Ein Nachtrag:

Mittsommer in Finnland

von Karl und Barbara

Nein, wir waren nicht zum Mittsommerfest in Finnland, sondern kurz davor. Als wir die Reise im Frühjahr planten und Uta beim Skypen meinte, man solle auch eine Taschenlampe dabei haben, lachte Tuula: “Bei uns ist es um diese Zeit auch nachts hell!” Natürlich so hoch im Norden geht die Sonne zur Sommersonnenwende nicht mehr unter. So war es dann auch. Die ganze Nacht über lag Licht auf dem See mit seinen baumbestandenen Ufern, an dem unser Holzhaus lag.

Mittsommer wurde in Finnland früher immer am Johannistag oder auf finnisch Juhannuspäivä gefeiert, dem 24. Juni. Erst seit 1955 findet das Fest immer am Samstag zwischen dem 20. und 26. Juni statt. Nach Weihnachten ist es das wichtigste Fest im Jahr. Der Mittsommertag ist zugleich der Tag der finnischen Flagge. Es ist der einzige Tag im Jahr, an dem die Flagge auch nachts gehisst bleiben darf.

Trotz des christlichen Namens hat das Fest seinen Ursprung in überlieferten Traditionen. Es wurde zu Ehren der Gottheit Ukko, des Gottes des Wetters, der Ernte und des Donners, gefeiert. Man versammelte sich an Uferplätzen, zündete ein Feuer an, verzehrte mitgebrachtes Essen und trank ein für den Anlass speziell gebrautes Bier. Man glaubte, dass Lärmen und Trinken Glück bringt und die schlechten Geister vertreibt. Je mehr man trank, desto besser würde die Ernte ausfallen.

Heute wird der Tag traditionell auf dem Land verbracht, am liebsten im eigenen Sommerhaus. Ab dem Vorabend fahren die Leute aufs Land. Die Städte sind wie ausgestorben. Das öffentliche Leben (öffentliche Verkehrsmittel, Geschäfte, Tankstellen) kommt fast zum Erliegen. Heute wie damals werden Feuer angezündet und es wird viel getrunken. Jedes Jahr sterben in der Mittsommernacht bis zu 20 Menschen bei zumeist alkoholbedingten Unfällen. Trotz des eigentlich überwiegend privaten Charakters wird in Helsinki ein großes öffentliches Mittsommerfest organisiert. Außerdem finden seit einigen Jahren Festivals an verschiedenen Orten statt.

Wie die Finnen, die wir durch unseren Austausch kennen, das Fest feiern, hat uns Marketta beschrieben: “Mein Mittsommerfest war dieses Jahr sehr einfach. Wir waren zu zweit, ich und mein Mann. Am Mittsommer soll alles sauber sein. Schon einige Tage früher hatten wir unser Einfamilienhaus sauber gemacht. Auch die Sauna hatten wir gewaschen. Die Sauna befindet sich im anderen Gebäude. Das Laufen in die Sauna durch den Hof ohne Schuhe ist ein Teil unserer Traditionen. Am Vorabend (Freitag) wollten wir nachmitags einen Ausflug mit dem Fahrrad machen. Aber es regnete sehr stark und war auch kalt. Darum begannen wir schon früh, die Sauna zu heizen. Später haben wir der Reihe nach den Saunadampf und die Abkühlung genossen.  Ooh, wie sauber wir uns nachher fühlten!! Danach aßen wir ein richtiges finnisches Sommeressen: neue gekochte Kartoffeln, etwas Fisch, viel gegrillte Wurst, Salat und tranken Rotwein. Obwohl es regnete, genossen wir den Frieden des hellen Abends und der Natur. Die machen für uns das Fest aus. Am Samstag, dem Johannistag,  konnten wir endlich ein bisschen mit dem Fahrrad fahren. Am Abend gingen wir zum Tanzen nach Hirven Suuli. Da waren viele  andere  Tanzpaare in unserem Alter. Das war unser Mittsommerfest. Bei Sonnenschein wäre es vielleicht anders gewesen.”

Marketta hat uns außerdem das Rezept für das typische Gebäck “Korvapuustit” zum Johannistag aufgeschrieben.

Rezept für “korvapuustit” (Finnische Zimtschnecken)

Teig:

  • ½ l Milch
  • 200 gr Zucker
  • 200 gr Butter
  • 1 Ei
  • 1 El Zimt
  • 1 Tl Salz
  • 1 kg Mehl
  • 1 Packung frische Hefe (40 gr.)
  • Messerspitze Kardamonpulver

Füllung:

  • 1 Tasse zerlassene Butter
  • 1 Tasse Zimt und Zucker gemischt
  • 1 Ei
  • nach Lust und Laune: Rosinen oder Mandeln o. ä.

Zubereitung Teig:

Lauwarme Milch, Ei, Zucker, Zimt, Salz, Kardamom und Hefe vermischen. Nach und nach das Mehl und die Butter dazugeben und den Teig kneten, bis er sich vom Schüsselrand löst. Den Teig gehen lassen, bis er etwa doppelt so groß ist.

Den Ofen vorheizen (200 Grad, bzw. 180 Grad Umluft).

Derweil den Teig ca. 2-4 mm dick ausrollen, mit der flüssigen Butter bestreichen und mit Zimtzucker (+ Rosinen o. ä.) bestreuen. Teig zusammenrollen und in fingerdicke Scheiben abschneiden. Wieder kurz gehen lassen. Dann Schnecken mit Ei bestreichen und mit Zucker bzw. Zimtzucker bestreuen.

10-15 Minuten backen.

 

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